Die perfekte Abschlussfahrt ... 🖤 WARNEMÜNDE

June 28, 2018

Warum Warnemünde als Abireise?

 

Wie gestaltet sich wohl der ideale und allseits anerkannte - bestens stereotypisierte - Reiseurlaub für den Durchschnittsabiturienten?

Nach einem obligatorischen Kollektivbesäufnis am lokalen Badesee mit Aldi-Tütenwein und Wodka aus der Dose gilt die Devise: "Möglichst ausgefallen und bitte mit einer Prise Leichtsinn!"

Zufrieden taumeln die "ach so erwachsenen" 18-jährigen dann brav neben Mama und Papa aus dem Reisebüro - überglücklich nach der erfolgreich abgeschlossenen Buchung einer Kilimandscharo-Survival-Tour oder dem Work & Travel-Trip durch die Untiefen des Amazonas. Verächtlich blicken sie auf jene, die sich nach bestandenem Abitur nach einem zweiwöchigen Mallorca- oder Rimini-Sonne-Strand-Meer-Urlaub sehnen - Entspannung und Erholung: schon lange nicht mehr im Trend!

Der besonderer Anreiz, einen Badeurlaub abzulehnen, ist natürlich auch die Möglichkeit, die Zuhause-Gebliebenen von den täglichen Tollkühnheiten und Nahtoderfahrungen zu berichten: Wurde Jenny noch gestern von einem wilden Leguan gebissen, tritt Jonas morgen bereits in einen hochgiftigen Kugelfisch - am Ende: "Natürlich nichts passiert! Bin ja keine Memme".

 

Spätestens seit der siebten Klasse - als die Erzählung des Sommerurlaubs immer relevanter für die Integration in der schulischen Hierarchie wurde und die einzelnen Schüler mit ihren Berichten über vierwöchige Infektionskrankheiten oder das Gegenüber mit dem Panther stetig weitere Stufen auf der Beliebtheitsskala erklimmen konnten - habe auch ich den Versuch gestartet, über rationale Erklärungen für diese Entwicklung zu spekulieren... Bislang ohne Erfolg ! ^^ 

Immerhin könnte das junge Alter und auch ein gewisser Übermut (gerade im Sinne des bestandenen Abiturs) zu einem solchen Denken beitragen - 

Eines jedoch bleibt mir schleierhaft: Die Sensationssucht, welche bestimmte Individuen dazu verleitet, einen Urlaub oder Aufenthalt ohne jegliche Attraktionen, organisierte Bespaßungen, geplante Aktivitäten und strukturiert dargebotene Gefahrsituationen schlichtweg als "langweilig" zu bezeichnen. 

Noch viel dramatischer scheint es mir, dass viele Menschen - durch solch eine Fremdsteuerung auf der angeblich harmloseren Ebene (abseits der politischen und sozialen Ausrichtung) - ihre innere Fähigkeit der Imagination verlieren, mit welcher sie sich ein imaginäres Abenteuer selbst erschaffen und es zur Realität werden lassen können ... 

Denn abseits aller äußeren Umstände und Gegebenheiten - so interessant sie auch sein mögen und zu einer Reise verlocken können - zählt doch stets die eigene Vorstellungskraft und Phantasie, welche eine Reise in ein wahrhaftig einmaliges Erlebnis verwandeln können.

 

Viel einfacher aber, als auf dieser Fähigkeit zu beharren und sie weiter auszubilden, ist natürlich immer noch die Flucht in organisierte Extreme und geführte Grenzerfahrungen, um sich seiner selbst bewusst zu werden! Sicherlich kein falscher Ansatz - nur sollte man sich nicht in den Strudel des ewigen Attraktionsstrebens geraten, welcher den "Betroffenen" - völlig besessen vom ständigen "Adventure-Hopping" in eine tiefe Trübsinnigkeit stoßen, sofern sich ein Verlust der eigenen Imaginationsfähigkeit verzeichnen lässt.

 

Genau wie meine Klassenkameraden (oder eher Nicht-Kameraden) brüte ich natürlich auch schon etwas länger über einen möglichst ausgefallenen Reiseplan für die eigene Abi-Reise - so brachte ich einige Vorschläge ins Rennen und hatte letztendlich die Qual der Wahl... 

Zugegeben: Ich erstellte in Gedanken eine Liste mit drei Urlaubszielen - dreimal dasselbe Ziel !
 

Und so entschied ich mich für meine Nummer Eins, Zwei und Drei: Einen extravaganten, überaus gewagten und selbstverständlich lebensbedrohlichen Viertageurlaub in

WARNEMÜNDE AN DER OSTSEE

 

"Typisch! Da haben wir's ja wieder! In allen Belangen grenzt sie sich wieder von der Stino-Norm ab! Unverschämt! Als würden ungewöhnlicher Kleidungsstil, Musikgeschmack, eigenartige Veranstaltungen und Hobbies nicht genügen, wird jetzt - allen Unkenrufen zum Trotze - sogar noch der Standard-Survival-No-Budget-Work-and-Travel-Adventure-Trip abgelehnt und durch einen mecklenburgischen Strandurlaub ersetzt!!

 

Schweren Herzens muss ich nun leider alle Wahl-Außenseiter aus dem Hipster-Milieu enttäuschen: Eigentlicher Grund meiner Entscheidung für Warnemünde als DAS Abiturreiseziel ist nicht Abgrenzung, sondern das "Auflebenlassen" spezieller Kindheitserinnerungen, die sich seit meinem sechsten Lebensjahr tief in mein Herz gebrannt haben, und die sich leider nur schwer zum Leben erwecken lassen, wenn man die liebsten tierischen Begleiter: überaus anhänglicher Scottish Deerhound Mischling aus einer ungarischen Tötungsstation, Albino Meerschweinchen und gerettete Krakauer Stadttaube mit genesendem Flügel nicht aus den Augen lassen und ihnen auch gleichzeitig keine anstrengende Reise vom südlichen zum nördlichen Ende Deutschlands zumuten möchte...

Und so entschied ich mich für exakt 4 Tage, die ich an meinem Lieblingsort verbringen möchte.

 

Samstag, 16. Juni, 16:00

Die letzten Vorbeugungsmaßnahmen werden eingeleitet und finale Vorbereitungen instruiert:

Nicht-mitreisende-Familienmitglieder werden in Geheimnisse der Hundefutterzubereitung und des Körnerservierens für den Tauberich eingeweiht.

Außerdem findet eine kollektive Erkundungstour durch den heimischen Garten statt, um die idealen Grasplätze für das Meerschweinchen ausfindig zu machen.

Und trotz aller Bemühungen stellt sich die Angst ein:"Wird alles gut laufen? Kann ich das Haus leichtfertig für 4 Tage verlassen? Soll ich die Reise vielleicht lieber doch nicht vor Beginn stornieren und mich stattdessen - so wie immer - in meinem selbst erschaffenen kleinen Schloss der Dunkelheit verziehen, was ich doch als introvertiertes Naturell der Konfrontation mit einer Vielzahl an Menschen sowieso vorzuziehen pflege?"
Glücklicherweise ist die Gewissheit mal wieder ehrlich zu mir: "Genau wie bei der letzten Abwesenheit, werden sich alle Familienmitglieder rührend um deine Schützlinge kümmern und jedes Tier nach seinen Bedürfnissen hofieren."

Und so wundert es mich selten, dass ich meinen Hund nach jeder abgeschlossenen Reise mit einer rundlicheren Gestalt in die Arme schließen darf! :-)

 

Samstag, 16. Juni, 17:00

Mein Heimatdorf liegt nun schon in weiter Ferne und der schwarze Koffer ruht bereits zwischen meinen Knien unter dem Tisch eines Viererplatzes in der bayerischen Regionalbahn.

Langsam aber sicher entfaltet sich das komplexe Innenleben meines Rucksackes auf der Tischfläche und letzte Anweisungen werden an die Familienmitglieder über Telefon weitergegeben (Ich kann es ja nicht lassen!).

Und endlich wird sich dem - für mich - Schönsten an jeder An- oder Abreise mit der Bahn hingegeben: Musik hören und dabei die vorbeiziehende Landschaft beobachten!
Die Kombi Mono Inc., Wolfsheim und Xmal Deutschland erweist sich jedoch als Fehlgriff - da unerwünschte Emotionen auslösend - und so wird in Vorfreude auf die Ankunft vor sich hin geschluchzt (und versucht es zu verbergen, was natürlich nie funktioniert!) ... 

Bevor noch weitere verstörte Blicke auf diese gar so eigenartige Gestalt im schwarzen Samtkleid gezogen werden, lieber schnell zu EBM und Synthie wechseln!

 

Samstag, 16. Juni, 23:30

Der lang ersehnte Zwischenstop in Berlin wird zur Geduldsprobe und Auslöser plötzlicher Ängste, da bereits Berichterstattungen über eine Messerattacke am Prenzlauer Berg via SZ-App bekanntgegeben werden...

Wehe einer unterstelle meinem Urlaub an dieser Stelle einen Mangel an Gefahr und Abenteuer!

Um nicht einem Irrwitzigen zum Opfer zu fallen, schließe ich mich - als introvertiertes Individuum - einer großen Traube Theaterbesucher an, die mich glücklicherweise als Schlusslicht tolerieren und unbewusst bis hin zu meiner Wohnung geleiten und mir zu einem Verlust meiner Ängste verhelfen. Vielen Dank dafür an dieser Stelle!

Da nehme ich doch die Aussage "Wer entwirft denn so ein Logo?" - in Bezug auf meinen WGT-Button - gerne in Kauf.  Auch die urplötzliche konzeptkünstlerische und kompositorische Kritik "Die Fledermaus ist aber deproportioniert" stecke ich locker weg.

Lediglich bei der subjektiven Umschreibung für das WGT als Erklärung an ein unwissendes Gruppenmitglied koche ich innerlich, bin aber bereits bei meiner sicheren Tür angekommen und dankbar für diesen nächtlichen Gruppenschutz.

Ganz ehrlich, ob das WGT nun "so 'n Festival der Grufti-Spinner und satanischen Psychopathen" ist, oder nicht... Schwarzer Schwamm drüber ! Das schallende Gelächter über diese Dreistigkeit höre ich nur noch leise und kompensiere es mit einem lauten trotzigen Türknallen.

 

Sonntag, 17. Juni, 05:00

Nachdem ich durch Depeche Modes "Policy of Truth" nicht unsanft um 4:30 geweckt wurde - bin ich nun schon wieder nach dem kurzen Schlafgewähr auf den Beinen und bahne mir den Weg durch das geschäftige Treiben des Berliner Hauptbahnhofs an diesem sonnigen Sonntag - mit nicht allzu sonnigen Mitmenschen, die ich mehrfach wegen Taubenerschreckens ermahnen und letztendlich davon abhalten muss mit ihren Gepäckstücken auf eine einbeinige - und daher eingeschränkt bewegungsfähige - Taube einzuschlagen.

Bekanntschaft zu machen mit wahren Tierfreunden ist wahrlich ein schöner Beigeschmack meiner Reisen und stets eine meiner Lieblingsbeschäftigungen!

Naja, auf Gleis 6 geht's dann weiter mit der Bahn nach Gesundbrunnen (welche laut Reiseplan direkt nach Rostock führen soll...) - um dann per Durchsage im Zug herauszufinden, dass sie heute leider nicht Rostock erreichen wird.

Nach einigen schmerzerfüllten Stunden des Herumirrens, die in heißgeliebten Auskunftsgesprächen mit anderen Fahrgästen gipfeln, sitze ich dann um 9:00 endlich im richtigen Zug nach Rostock.

Jetzt geht alles ganz schnell und reibungslos: In Rostock angekommen (mittlerweile gute zwei Stunden später) finde ich - wie eine Fügung des Schicksals - sofort die korrekte Bahn nach Warnemünde und Dioramas "Das Meer" gibt mir dann den Rest: ungläubige Blicke stechen mir erneut entgegen - berühren mich doch nicht im Geringsten, da ich weiß, wo ich in 15 Minuten ankommen werde und langsam die ersten Schiffe im Hafen erspähen kann ... 

(Und wieder tief in der Szene-Klischee-Kiste vergriffen...^^ - Prima!)

 

Sonntag, 17. Juni, 12:00

Das erste Mal nach gefühlten 100 - und echten 8 - Jahren betrete ich den heiligen Warnemünder Boden. Wie fühlt es sich an? Schwer zu begreifen und noch viel komplexer zu vermitteln... Die Adjektive "magisch" und "träumerisch" treffen es wohl am Besten!

Schließlich habe ich mich während meiner gesamren Oberstufen- und Abiturzeit nach diesem einen Moment gesehnt und mir somit auch eine gewisse Motivation (falls sie jemals da gewesen ist ^^) aufrechterhalten. Doch jene große Vorfreude auf einen Ort, den ich lediglich mit rudimentären Kenntnissen aus meiner 6-10 jährigen Kinderphase bezeichnen kann, hat nicht nur mein familiäres Umfeld, sondern auch mich selbst nur allzu oft zum Grübeln gebracht.

Stetige Einwände wie "Warum denn unbedingt die kalte Ostsee? Andere gönnen sich einen schönen Aufenthalt am warmen Mittelmeer und brutzeln in der Sonne - dann würdest du dich auch endlich deiner immerwährenden Blässe entledigen..." nagen schon an einem - auch wenn die Frage nach der Bräune und auch die klimatische Präferenz bei mir sicher schnell zu beantworten wäre :) !

Jetzt - da ich hier stehe - aber weiß ich: Es war die richtige Entscheidung und jede andere hätte mich nicht im Geringsten so mit Glück erfüllt wie diese!

Und mit diesen Worten in Gedanken schlendere ich am Hafen entlang bis zur Teekanne und dem Leuchtturm, den ich schon als Siebenjährige zum "Schönsten der Welt" auserkoren hatte.

Meinen damaliger Respekt vor dem "himmelhohen" Hotel Neptun tue ich gekonnt als kindliche Hyperbel ab und betrete das erste Mal seit langer Zeit den Warnemünder Strand - ehrlich gesagt das erste Mal überhaupt einen Strand seit etlichen Jahren ... 

Einfach überwältigend, welch heilsame Wirkung ein kurzer Strandaufenthalt auf meinen Körper hat: Die Migräne der Umsteigeturbulenzen löst sich in Luft auf und der Wind weht mir die utopisch anmutende Lernerei der letzten Wochen aus den sich langsam lockernden Gesichtszügen. Ganz entsagt allem Konsumdruck, touristischen Attraktionen und Konversationen mit unerwünschten Urlaubsbekanntschaften verbringe ich meinen ersten Tag in Warnemünde mit dem schönster Wetter, das man sich für einen Ostsee-Urlaub wünschen kann: Sonne mit Wolken und einem ordentlichen Wind!

So ganz kann ich mich dann doch nicht dem Strudel des Konsumierens entreißen und entdecke ein Plüschtier in einem winzigen Souvenirladen an der Ecke.

Man stelle sich das Szenario folgendermaßen vor: Ich sprinte - wohlgemerkt mit Plateauschuhen - auf den Korb der Plüschtiere zu, da eines davon meine ungeteilte Aufmerksamkeit erregt hatte und ein Kauf bereits unabwendbar erscheint und die Knopfaugen immer lebendiger leuchten ... *Schmacht*

So ziehe ich es heraus und ungeachtet aller Erwartungen der Verkäufer und Passanten halte ich leuchtenden Auges kein rosafarbenes Einhorn mit Glitzermähne in den Händen, sondern drücke eine kleine anthrazitfarbene Fledermaus mit Aufhängefuntkion an meine Brust.

Die 6,90€ wechseln den Besitzer und ich stolziere bzw. hüpfe unkontrolliert wahnsinnig von dannen mit meinem neuen kleinen Schatz... 

 

Sonntag, 17. Juni, 19:00

Leider zieht auch der schönste Strandtag einmal vorüber und die zwei Fledermäuse (groß und lebendig & klein und aus Plüsch) verschanzen sich im Hotel, fallen vor Erschöpfung und Übermüdung sogleich kopfüber ins Bett und schlafen - gespannt auf die Ereignisse des nächsten Tages - ein. 🦇

 

Montag, 18. Juni, 06:00

Unglaublich: Ich bin seit kurzer Zeit wieder am Ort meiner Kindheit und fühle mich bereits heute morgen wie nach einem dreiwöchigen Kuraufenthalt!

Erholt wie schon lange nicht mehr und unsäglich zufrieden wache ich aus einem tiefen traumlosen Schlaf - ganz ohne Baldrian - und mache mich auf den Weg zum Frühstücksbuffet, das auch für Veganer wirklich keine Wünsche offen lässt.

Im Gegensatz zu meiner Paris-Reise wird es also zum Glück kein Fastentrip ^^ ...

Da ich durch Abistress und sonstige Nutzlosigkeiten der Schulzeit kein ausgefeiltes Programm erarbeiten konnte, verschlug es mich mich auch an meinem zweiten Tag an den weißen Sandstrand, an welchem ich den Großteil des Montags unter meinem großen Schirm verbrachte - dank meiner überaus empfindlichen Haut war ein überaus gräßlicher Sonnenbrand natürlich unumgänglich, trotz aller möglichen Vorkehrungen, die ich habe treffen wollen: Sunblock LSF 50+, schattiges Plätzchen mit Schirm, breitkrempiger schwarzer Hut und Sonnenbrille mit hohem UV-Schutz. Langsam aber sicher entfalteten sich Szenarien der Theaterschminke in meinem Kopf und ich trug mich bereits bei einer imaginären Melanin-Reduktions-Klinik in die Warteliste ein - Spaß bei Seite: Letztendlich nahm ich's mit Humor und stattete der Warnemünder Innenstadt mit meinem Tomatenschädel einen Besuch ab.

Auf meinen Streifzügen sind einige tolle Bilder entstanden - unter anderem auch von einem wunderschönen Park-Friedhof, welcher eine erfolgreiche Melange von Diesseits und Jenseits ermöglichte (Vielleicht war bezüglich dieses Besuchs ein bisschen zu Traumversunken und habe die genaue Bilderdokumentation aus den Augen verloren ...)

 

Der Rest des Tages verlief erneut sehr ruhig - nur die Suche nach einem Lokal zum Abendessen gestaltete sich als Tortur: vor Allem, wenn man selbst ein äußerst wählerischer Veganer ist und allerhand weitere Unverträglichkeiten aufzuweisen hat ...

In einer solchen Situation hilft dann nur noch: Dem drohenden Hungertod in die Seele blicken oder einen Edeka entdecken, um sich mit den lebensnotwendigen Nahrungsmitteln einzudecken: sogar vegane Kekse, welche im Süden Deutschlands nicht erhältlich sind, habe ich entdeckt! Eine weitere Errungenschaft, die mein veganes Herz ein Stückchen höher schlagen lässt!

Fazit: Ganz ließ mich der Konsum auch heute nicht kalt - Ein 925er Silberring mit Bernstein für 22€ musste es sein! :)

 

Dienstag, 19. Juni, 23:42

Nach einem ereignisreichen und sonnigen dritten Tag im schönen Warnemünde sitze ich frisch geduscht auf meinem Hotelbett und versuche die Eindrücke dieses Dienstags wiederzugeben, während meine kleine neue Gefährtin zum Takt von "Together till the End" im Ostsee-Wind vor dem Fenster fliegt...

Selbstverstädnlich beginnt dieser Dienstag als dritter und letzter Urlaubstag mit einer gewissen Prise Wehmut - ist man sich frühmorgens doch schon bewusst, dass man am Abend bereits alle gröbsten Packarbeiten verrichten werde müssen -

Dennoch habe ich mich nicht von utopischen Vorstellungen hinreißen lassen, welche mich dazu verleitet hätten, den Tag mit allen möglichen Aktivitäten zuzukleistern, um ja nicht verpassten Erlebnissen nachzutrauern.

Und so verbrachte ich meinen letzten Tag in Warnemünde wieder entspannt am Strand!

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit zwei Kannen Kaffee und zwei Kännchen Schwarztee begab ich mich auf eine ausgiebe Schatzsuche nach den schönsten Steinen am Strand und Muscheln, die ich gerne für meine Hobby-Schmuck-Fertigung zuhause verwenden möchte.

Als meine unermüdliche Sammelleidenschaft dann endlich gestillt war, holte ich mir das ultimative Ostsee-Feeling mithilfe eines gemieteten Strandkorbs (ideal bei dem Wind heute) - und verbrachte die folgenden Stunden lesend und Musik-hörend.

Einzige Sensation: Diesmal machte ich den sogenannten "Textil-Strand" unsicher - das Pendant zu FKK-Erlaubnis an Stränden - und erntete natürlich deutlich weniger ungläubige Blicke für meine Alltagskleidung :)

Mein Highlight (jetzt reichts aber mit den ständigen Anglizismen - schlimm diese Generation!) des Tages: Den Sonnenuntergang um 21:30 vom Strandkorb aus zu beobachten - um das ganzheitliche Sheena-Erlebnis zu erhalten: Bitte "Kelch der Liebe" von Lacrimosa einblenden ^^

 

Eigentlich bin ich schon wieder den Tränen nahe, wenn ich all dies rekapituliere - bin aber viel zu müde, als dass ich irgendwelche emotionalen Regungen auf meinem Gesicht aufweisen könnte... Also dann: Gute Nacht !

 

P.S.: Besucht Warnemünde! Aber lasst euch nicht von dieser Liebe befallen, die mich schon zum wiederholten Mal überrumpelt und nicht mehr loslässt!!! 

 

Liebe dunkle Grüße aus meinem Schloss der Düsternis 🖤

Sheena

Please reload

Recent Articles
Please reload

© 2019 by Sheena's Showtime (all drawings by Sheena)​